K. André’sche Buchhandlung

K. André’sche Buchhandlung, Prag

K. Andrésche Buchhandlung AnzeigeK. Andrésche Buchhandlung Anzeige 2 Mitte Sept. konnte die K. André’sche Buchh. in Prag auf 100 Jahre ihres Bestandes zurückblicken. 1924 von Alois Borrosch und Karl André als A. Borrosch’sche Buchhandlung gegründet, firmierte sie so bis 1831, ab welcher Zeit sie sich als Borrosch und André’sche Buchhandlung ergänzte. Vom Jahre 1850 an finden wir sie als André’sche Buchhandlung im Alleinbesitz von Carl André. Diesem war es vergönnt, das von ihm mitgegründete Geschäft als Alleinbesitzer weitest auszubauen und mehr als 40 Jahre in diesem zu wirken. Durch Kauf ging die sich stetig weiter entwickelnde Buchhandlung 1865 über an Carl Reichenecker, der sie bis 1880 führte. In diesem Jahre wurde Herr Max Berwald [1853–1925] Besitzer der angesehenen Firma, die er durch sein Können und seine Umsicht, unterstützt von einigen tüchtigen Mitarbeitern ständig erweiterte und sich auch verlegerisch, hauptsächlich forstwirtschaftlicher Richtung, betätigte. Sein Hauptgebiet aber war die Pflege des modernen Antiquariats, das er zu seiner Zeit im lande geschäftlich fast allein beherrscht. 1910 ging die Firma an die jetzigen Besitzer, die Herren Josef Max Bregha und Arthur Heller über, die es sich besonders angelegen sein ließen, in dem weitverzweigten Geschäfte auch für die wissenschaftliche Literatur und das schöne und künstlerisch ausgestattete Buch einen breiten Raum zu schaffen und das Unternehmen, bei dem der Prag Besucher aller Nationen vorbei muß, nach modernen Grundsätzen zu organisieren und auszubauen. Bei dieser rührigen geschäftlichen Tätigkeit haben es die jetzigen beiden Besitzer der Jubelfirma nicht unterlassen, auch erfolgreich an der Erhaltung und Festigung des Buchhandels in unserem neuen Freitag mitzuwirken. Möge es beiden Herren beschieden sein, ihr Unternehmen unter ihrer zielbewußten Führung weiter blühen und  gedeihen zu sehen, was wir ihnen und im Interesse des deutschen Buches aufrichtig wünschen.

In: Der Buchhändler, Jg. 1924, Nr. 31, S. 156.